Professional Training Program (PTP) nach dem Schulabschluss.

Shanthimalai unterstützt nach dem Schulabschluss junge

Menschen weiterhin, um ihnen einen erfolgreichen Berufseinstieg

zu ermöglichen. Dazu tragen Ausbildungspatenschaften bei.

Förderung über die Schule hinaus

Der Schulabschluss allein reicht nicht aus, um die Erfordernisse und Erwartungen von Arbeitgebern in Hinblick auf Arbeitsqualität, Sprache oder Allgemeinbildung zu erfüllen.

Aus eigener Kraft ist es vielen jungen Erwachsenen nicht möglich, ihrer Schulausbildung eine Berufsausbildung anzuschließen. Denn nur die Besten haben die Möglichkeit an einer staatlichen Ausbildungseinrichtung nahezu gebührenfrei zu studieren. Alle anderen müssen das Äquivalent von 10 bis 15 elterlichen Monatseinkommen pro Ausbildungsjahr aufbringen. Eine enorme Summe. Dazu haben die Eltern - viele oft selber Analphabeten und Hilfskräfte - weder die nötigen finanziellen Mittel noch die persönliche Beziehungen zu potentiellen Arbeitgebern.

Der Kampf um einen Arbeitsplatz ist in dieser Region sehr ausgeprägt. Es gibt keinerlei Jobagenturen in den ländlichen Gebieten. Deshalb ist eine fundierte Ausbildung unentbehrlich für den Einstieg in das Erwerbsleben.

Mit den ersten Absolventen der Schule wurde 2004 das Professional Training Program (PTP) ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Programmes ermöglichen Ausbildungspatenschaften begabten Jugendlichen eine Berufsausbildung, die finanziell nicht dafür aufkommen können. In dieser ländlichen Gegend mit hoher Arbeitslosigkeit sind Ausbildung oder Studium die Voraussetzung für eine sichere und erfüllte Zukunft.

Allein in den 3 letzten Jahren konnten insgesamt rund 1100 Schüler und Schülerinnen durch das Professional Training Program bei ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium unterstützt werden.

Viele Berufsmöglichkeiten

stehen den über 400 PTP-Teilnehmern offen, z.B. eine Lehre in technischen, medizinischen, pflegerischen, handwerklichen und kaufmännischen Bereichen, Abschluss an College oder Universität (Ingenieurswesen, Betriebswirtschaft, Informatik, Lehrberuf, oder medizinische Berufe).

Die zwei- bis fünfjährigen Ausbildungsprogramme werden in örtlichen Betrieben angeboten, die höheren Abschlüsse auch am Government Arts College, Indian Technology Institute, oder an PolyTec-Colleges in den größeren Städten wie Chennai, Vellore, oder Bangalore. Die Auswahl der Studierenden obliegt – nach festen Kriterien – einem Komitee von Fachleuten, das vom Trust weitgehend unabhängig ist.

Neben der Beratung bei sozialen Fragen, auf psychologischer Ebene und bei wirtschaftlichen Problemen finden auch Kurse für Englisch, PC-Kenntnisse, Allgemeinbildung und Bewerbungstraining statt. Manche der Teilnehmer nehmen an Umweltprojekten der Partnerorganisation Shanthimalai teil. Verstärkt wird in den letzten Jahren auch Berufsberatung und Jobvermittlung mit Vorträgen an Schulen sowie regelmäßigen Elternabenden angeboten. Immer wichtiger wird das von Beratern aus der Wirtschaft durchgeführte Bewerbungs- und Vorstellungstraining.

Förderung von Kommunikation und Soft Skills

Die Erfahrung in den letzten Jahren hat gezeigt, dass die Berufsanfänger sich durch sehr gute technische Fähigkeiten und Fleiß auszeichnen, dass sie jedoch in den Bereichen Kommunikation und Soft-Skills einen erheblichen Nachteil gegenüber ihren Mitbewerbern empfinden, die nicht wie sie in einer ländlichen Gegend aufgewachsen sind.

Um dieser Herausforderung zu begegnen werden Workshops zu verschiedenen Themen angeboten, in denen sie diese Fähigkeiten gezielt ausbauen können. Einmal im Jahr kommen die Auszubildenden und Studenten mit früheren Schülern und Schülerinnen zusammen, die inzwischen fest im Berufsleben stehen, wie z.B. Mr. Sathiskumar (Indian Space Research Organization, Bangalore), Mr. Muthu (Software Solutions, Bangalore) und Mrs. Puitha (Fakultät für Physik, Chemie und Mathematik der Jain International School Bangalore). Diese Begegnungen dienen den Schülern und Schülerinnen als wichtige Quelle der Motivation.

In vielen großen Firmen gibt es inzwischen eigene Programme, die die soziale Verantwortlichkeit der Firma fördern und ausbauen sollen. In diesem Bereich wird die Zusammenarbeit mit verschiedenen Firmen weiter ausgebaut, um unseren Studierenden eine bessere Unterstützung bei der Arbeitssuche und beim Berufseinstieg zu geben.

Unterstützung notwendig

Jedes Jahr schließen mehr Schüler die Schule ab und würden ohne die weitere Förderung unseres Professional-Training-Programs mit ihren Familien einer unsicheren Zukunft in Armut entgegensehen. Deshalb ist es dringend notwendig, die begonnene Hilfe weiter- und zu einer wirklichen Selbsthilfe fortzuführen. Sie können als Einzelperson, Unternehmen, Firma, Stiftung oder auch Organisation eine Ausbildungspatenschaft übernehmen.

Ihre Ausbildungspatenschaft finanziert Lehr- und Studiengebühren, Bücher und Lernmaterialien, Unterkunft, Verpflegung und Kleidung sowie Transportkosten. Teilnehmer werden großenteils ganz, aber auch teilweise gefördert.

Ausbildungspatenschaft übernehmen