Jahresbericht 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

immer wieder, auch nach Jahren persönlicher Erfahrung in der Entwicklungsarbeit, überrascht Indien unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Europa und den USA, die sich in ihrem Urlaub dieser Sache widmen. Was diese Entwicklungsarbeit so schwierig, aber auch so interessant macht, sind tatsächlich die kulturell und historisch bedingten Einstellungen und Verhaltensweisen, die in so einer Zusammenarbeit aufeinandertreffen, und die oft gut begründeten (Vor-) Urteile und die damit einhergehende Einengung von Handlungsalternativen. Wohlgemerkt: auf beiden Seiten. Was so abstrakt klingt, wollen wir in diesem Bericht verdeutlichen. 

    So wurden seit 2011 mehr als 18.000 ausländische NGOs (Non Governmental Organisations), die jetzt 'Private Welfare Organisations' heißen, vom indischen Staat geschlossen. Allein seit 2015 ist der Mittelzufluss aus dem Ausland an diese NGOs um mehr als 60% zurückgegangen. Geld für wichtige Entwicklungs-Projekte, das der indische Staat aus verschiedensten Gründen nicht bereit stellt oder bereit stellen kann, und das nun fehlt. Für aktive NGOs verschärfen sich die Rahmenbedingungen finanzieller, organisatorischer und gesetzlicher Art mehr und mehr. Es braucht deshalb einen langen Atem, gute Beziehungen und tiefgreifende Kenntnisse der indischen Strukturen und Denkweisen, um laufende Projekte weiter zu entwickeln und neue Vorhaben auf die Schiene zu bringen. 

    Es entwickelt sich in den städtischen Zentren zwar eine mehr oder minder wohlhabende Mittelschicht, die sich aber wegen des im internationalen Vergleich großen Nachholbedarfes - man orientiert sich ja nach oben - kaum für soziale Fragen außerhalb ihres unmittelbaren Umfelds interessiert. Indische Firmen sind vom Staat gehalten, einen einstelligen Prozentbetrag ihres Gewinnes oder Umsatzes für Sozialprojekte auszugeben. Allerdings kommen diese Beträge oft eigenen Firmenstiftungen oder nur sehr großen NGOs zu Gute. Für die Landbevölkerung, also unsere ‚Zielgruppe‘, bleibt da nur wenig an finanzieller Unterstützung übrig, und deshalb sind diese Menschen immer noch auf Ihre Hilfe angewiesen ...

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Jahresbericht 2018

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